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Eintritt.Frei – das ganze Jahr: München neu entdecken
Es muss nicht immer ein Event sein: In München gibt es auch abseits von Bühnen, Museen oder Leinwänden einiges an Kunst und Kultur zu erleben. Unsere Eintritt.Frei-Tipps für Entdeckungsreisen in der eigenen Stadt.
Ludwigvorstadt-Isarvorstadt
Alter Südfriedhof
Der älteste Zentralfriedhof Münchens ist heute ein wunderschöner Park, der ganz in der Nähe des Sendlinger Tors zum Spazieren einlädt. Dabei kann man nicht nur die Gräber berühmter Münchner*innen wie Leo von Klenze, Friedrich von Gärtner, Arnold von Zenetti oder Klara Vespermann besuchen, sondern auch einiges über die Stadtgeschichte und -entwicklung lernen. Denn von 1788 bis 1886 war der 1563 wegen der Pest angelegte Friedhof die einzige Begräbnisstätte Münchens. Somit geben seine 18.000 Gräber auch einen Überblick über die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte Münchens. Aber natürlich kann man auch einfach zum Spazieren herkommen und die Ruhe abseits des Trubels der Sendlinger Straße und des Gärtnerplatzviertels genießen.
Standort: Südlich des Sendlinger Tors zwischen Thalkirchner Straße im Westen und Pestalozzistraße im Osten
Tipp zur Anfahrt: MVV: U3 / U6 bis Goetheplatz oder Sendlinger Tor, U1 / U2 bis Sendlinger Tor oder Fraunhofer Straße
(Text: Joscha Faralisch, Bild: Nikolaus Schön)
Maxvorstadt
Dichtergarten
Unmittelbar zwischen Englischem Garten und Hofgarten gelegen gilt der Dichtergarten auch bei vielen alteingesessenen Münchner*innen noch als echter Geheimtipp. Die kleine hügelige Anlage ist naturbelassener und dichter begrünt als seine beiden berühmten Nachbarn, was ihr eine romantische, fast schon verwunschene Atmosphäre verleiht. Früher war die als Lustgarten angelegte Grünfläche als Finanzgarten bekannt, da sich ganz in der Nähe das Palais des Finanzministers befand. Die Umbenennung erfolgte aufgrund der zahlreichen Denkmäler, die hier zu Ehren berühmter Philosoph*innen, Dichter*innen und Künstler*innen errichtet wurden: Von Konfuzius über Heinrich Heine bis hin zu Frédéric Chopin.
Standort: Zwischen Hofgarten und Englischem Garten
Tipp zur Anfahrt: MVV: U3 / U6 und S-Bahn bis Marienplatz oder U3 /U4 / U5 /U6 Odeonsplatz
(Text: Joscha Faralisch)
Schwabing-West
Elisabethplatz
Im Herzen Schwabings liegt einer der schönsten Marktplätze Münchens: der Elisabethplatz. Seinen Namen verdankt er der gebürtigen Münchnerin Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sissi. Der Platz ist ein idealer Ausgangspunkt, um Schwabing zu erkunden. Denn in unmittelbarer Nähe befinden sich berühmte Gebäude wie die Schauburg, die Agnespost oder das Gisela-Gymnasium. Aber auch die Akademie der Bildenden Künste und das Siegestor sind nicht weit.
Standort: Elisabethplatz, zwischen Arcis-, Elisabeth-, Nordend- und Georgenstraße
Tipp zur Anfahrt: U3 / U6 bis Giselastraße
(Text: Joscha Faralisch)
Au-Haidhausen
Preysingstraße
Urlaub auf dem Land – mitten in München: In den Straßenzügen um das östliche Ende der Preysingstraße ist das möglich. Denn die kleinen vorindustriellen Häuschen und Pflastersteinstraßen erinnern an den Ortskern eines gemütlichen Dorfes und lassen die Millionenstadt drumherum in Vergessenheit geraten. Nur ein paar Meter weiter prägen stattliche Gründerzeithäuser das Straßenbild. Dieser Kontrast macht die Preysingstraße zu einem Spaziergang durch die Münchner Stadt- und Architekturgeschichte.
Standort: Preysingstraße, Haidhausen
Tipp zur Anfahrt: MVV: U4 / U5 bis Max-Weber-Platz, Tram 15, 21, 25, 31, E7, N19 bis Wörthstraße
(Text: Joscha Faralisch)
Sendling
Alter Israelitischer Friedhof
Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, war der Alte Israelitische Friedhof in Sendling nicht der erste jüdische Friedhof der Stadt. Bereits um 1230 hatte München einen jüdischen Friedhof, der jedoch nach der Vertreibung der jüdischen Bewohner*innen im Jahr 1442 zerstört wurde. Erst 1816 genehmigte König Max I. Joseph hier wieder den Bau eines jüdischen Friedhofs. Bis 1907 wurde er von der jüdischen Gemeinde für Bestattungen genutzt, danach fanden hier nur noch Beerdigungen von Angehörigen bereits hier bestatteter Familien statt. Darunter befinden sich auch Opfer des NS-Regimes, die im KZ Dachau ermordet wurden. Zu ihren Ehren wurde im Eingangsbereich ein Denkmal des Münchner Bildhauers Nikolaus Gerhart errichtet. Damit ist der Friedhof ein Mahnmal des dunkelsten Kapitels in der Geschichte Münchens und zugleich eine Gedenkstätte der jüdischen Gemeinde und Spiegel der jüdischen Stadtgeschichte.
Hinweise: Der Friedhof kann nur bei den Führungen der Münchner Volkshochschule besucht werden. Männer und verheiratete Frauen haben eine Kopfbedeckung zu tragen.
Standort: Thalkirchner Str. 240
Tipp zur Anfahrt: U3 bis Brudermühlstraße
(Text: Joscha Faralisch)
Großmarkthallenviertel
Gertrud-Brunnen
Ein eher bescheidenes Dasein fristet der Gertrud-Brunnen im Innenhof des ehemaligen Gärtnermarktes der Großmarkthalle. Meist auch noch verstellt hinter Gabelstaplern findet man den Brunnen nur über die Gaststätte Großmarkthalle oder über das Westtor des Geländes – sonntags ist der Zugang in der Regel nicht möglich. Zumindest ist der Brunnen aus dem Jahr 1958 in Betrieb und erzeugt schöne Wasserfontänen. Schon das ist erfreulich, da einige Brunnenanlagen in der Stadt in den letzten Jahrzehnten stillgelegt wurden. Der Entwurf der Plastik von Gertrud, einer christlichen Schutzpatronin, die auch Ratten- und Mäuseplagen vermeiden soll, stammt vom Bildhauer Georg Wißmeier aus München-Ottobrunn. Gegossen wurde die Bronzefigur in der Kunstgießerei Mayr, die als „Kunstgießerei München“ noch immer existiert. Die Brunnenschale besteht aus Kirchheimer Muschelkalk und kommt nicht aus dem östlich von München gelegenen Kirchheim, sondern aus einem fränkischen Steinbruch, in der Nähe von Würzburg.
Standort: An der Biegung Thalkirchnerstraße und dem Gotzinger Platz. Im Innenhof des ehemaligen Gärtnermarktes.
Tipp zur Anfahrt: MVV: U3/6 bis Implerstraße, dann ca. 5 Min. zu Fuß
(Text und Bild: Nikolaus Schön)
Untergiesing
Mauerfiguren an der Agilolfingerschule
Standort: Grundschule am Agilolfingerplatz, Agilolfingerplatz 1, 81543 München
Tipp zur Anfahrt: MVV: U1 bis Candidplatz, Bus 45 bis Candidplatz.
Hintergrund: BERNHARD HÄRTTER lebt übrigens in Freiburg und ist bekannt für „gleichförmig bemalte Hartfasertafeln von 11 x 11 cm Größe, die auf einen weißen Grund gesetzte, einander überlagernde Farbkreise zeigen“ (Museum Portikus, Frankfurt am Main) und sehr großflächig auf Gebäudewänden angebracht werden.“Den Tafeln genügt der Blickkontakt mit dem Betrachter, ein kurzer Moment der Aufmerksamkeit reicht aus. Es ist nicht unbedingt nötig mehr darin zu sehen.“ (B. Härtter)
(Text und Bild: Nikolaus Schön)
Schwanthalerhöhe
Die liegende Quellennymphe im Bavariapark
Standort: Inmitten des Bavariaparks, zwischen Ganghofer Straße und Theresienhöhe.
Tipp zur Anfahrt: MVV: U4 / U5 bis Schwanthalerhöhe
(Text: Joscha Faralisch, Bild: Nikolaus Schön)
Neuhausen-Nymphenburg
Die Winthirsäule
Standort: Winthirplatz
Tipp zur Anfahrt: U1 bis Rotkreuzplatz
(Text: Joscha Faralisch)
Ramersdorf-Perlach
Der Sternbrunnen auf dem Theodor-Heuss-Platz
Standort: Theodor-Heuss-Platz
Tipp zur Anfahrt: MVV: U5 bis Neuperlach-Zentrum
(Text: Joscha Faralisch)
Alt-Perlach
Der Pfanzeltplatz
Standort: Pfanzeltplatz
Tipp zur Anfahrt: S 7 bis Haltestelle Perlach oder Bus 55 ab Ostbahnhof bis Haltestelle Pfanzeltplatz
(Text und Bild: Silvia Petzoldt)
Landkreis München – Gemeinde Ismaning
Der Goldachhof
Moosach
Elch in Bronze in der Borstei Moosach
„Elch“-Bildhauer: Professor Heinrich Düll und Professor Georg Petzold.
Standort: Moosach, Dachauer Straße 140, 80637 München
Tipp für die Anfahrt: Tram 21, bei der Haltestelle Borstei aussteigen, gleich links über die Straße zum Eingang der Borstei. Alternativ: U1 Haltestelle „Westfriedhof“, dann ca. 7 Minuten Fußweg.
(Text u. Bild: Yuliya Ivanochko)
Für unterwegs gibt es auch Stadtspaziergänge zum Ausdrucken hier…